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Sponsoring | Hospitality

Sponsoring | Hospitality

Beim Sponsoring werden Gelder oder geldwerte Vorteile durch Unternehmen zur Förderung von Personen, Gruppen oder Organisationen in sportlichen Bereichen vergeben, damit aber zugleich unternehmensbezogene Ziele der Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit verfolgt.

Hospitality bezeichnet in diesem Kontext die Einladung von Repräsentanten des Staates, des Landes, von Kommunen oder von Unternehmen in die bspw. firmeneigene Stadionloge eines Wirtschaftsunternehmens anlässlich eines Sportereignisses.

 

Im Zusammenhang mit Sponsoring und Hospitality sind Delikte wie Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung (§§ 331, 333 StGB), Bestechlichkeit und Bestechung (§§ 332, 334 StGB), Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr (§ 299 StGB) von Relevanz.

 

Regierungsmitglieder, Abgeordnete, Mitarbeiter von Behörden und öffentlichen Unternehmen sind Amtsträger im Sinne der §§ 331 ff, 11 Abs. 1 Nr. 2 StGB. Bei Einladungen zu Sportereignissen handelt es sich um Vorteile im Sinne der oben genannten Vorschriften.

Jedoch sind Einladungen zu Sportereignissen selbstverständlich nicht per se strafbar. Vielmehr ist hierfür erforderlich, dass eine sog. Unrechtsvereinbarung, also eine Gegenleistung für die Dienstausübung getroffen wird. Ob dies der Fall ist, ist im Rahmen einer Gesamtschau zu beurteilen. Hierbei sind einige Kriterien als Indiz für eine Unrechtsvereinbarung zu werten, etwa ein fehlender Sachzusammenhang zwischen Zuwendungszweck und Unternehmensgegenstand; Verfolgung persönlicher Präferenzen oder bspw. mangelnde innerbetriebliche Transparenz.

Weiterhin entfällt eine Strafbarkeit, wenn die Einladung sozialadäquat ist oder genehmigt wurde.

Eine Strafbarkeit bei der Einladung von Angestellten oder Beauftragten geschäftlicher Betriebe (§ 299 StGB) kommt nur dann in Betracht, wenn im Gegenzug eine unlautere Bevorzugung im Wettbewerb erfolgt.

Um sich nicht der Gefahr einer Strafbarkeit auszusetzen, ist erforderlich, dass Unternehmen im Rahmen der Einladungen gewisse Grundsätze beachten. Hierzu gehört unter anderem:

  1. Die Einladung sollte stets an die offizielle Geschäftsanschrift adressiert werden und nicht persönlich oder an die Privatadresse des Einzuladenden.
  2. In der Einladung sollte ein "Vorbehalt der Genehmigung" ausgesprochen werden.
  3. Der Einladungsinhalt sollte nach Art und Umfang genau bezeichnet werden.

Die Kanzlei Burgert Rechtsanwälte berät Unternehmen zu Fragen des Sponsoring und Hospitality, damit einem gelungenen gemeinsamen Erlebnis eines Sportereignisses nichts im Wege steht.

 

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